Am 27. Dezember nahm die José-Carreras-Transplantationseinheit ihre Arbeit auf. Der Neubau ist mit hochmoderner
intensiv-medizinischer Technik ausgestattet. Statt bislang 60 bis 70 Patienten können in Leipzig künftig
ca. 130 Patienten pro Jahr transplantiert werden.
Die Abteilung Hämatologie/Onkologie hat eine lange Tradition am Universitätsklinikum Leipzig. Sie
begann 1935 mit der Entdeckung eines Basis-Schemas der Blutgerinnung. 1972 wurde die
Chemotherapie von Leukämien und malignen Lymphomen weiter ausgebaut. Bereits 1975 wurden die
ersten keimgeminderte Räume mit mikroskopischer Überwachung geschaffen und damit die Grundlagen
der allogenen und autologen KMT: Damals entwickelten H. Schwenke transplantationsimmunologische
Methoden, Dr.V. Thierbach transfusionsmedizinische Alternativ-Methoden zur supportiven Hämotherapie
und Dr. F. Standke und Prof. F.H.Kamprad die Praxis der Ganzkörperbestrahlung. 1980 wurde unter
Prof. W. Helbig die erste HLA-idente Knochenmarktransplantation durchgeführt. Seit 1998 ist Prof.
Dietger Niederwieser Leiter der Abteilung. Unter räumlich improvisierten Verhältnissen wurden dank eines hervorragend ausgebildeten
und außergewöhnlich hochmotivierten Betreuerteams dennoch ausgezeichnete Ergebnisse in der Behandlung von Leukämie-Patienten
erzielt.
Inzwischen hat sich das Universitätsklinikum Leipzig zu einem leistungsfähigen Zentrum von internationaler Bedeutung entwickelt.
Zahlreiche wissenschaftliche Publikationen und Vorträge von Niederwieser, seine Wahl zum Sekretär der Arbeitsgruppe Chronische
Leukämie der europäischen Stammzell-Transplantationsgesellschaft (EBMT) und der Zuschlag für die Europäische Jahrestagung im
Jahre 2000 mit mehr als 2200 Besuchern unterstreichen dies.
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