Eine der modernsten Einrichtungen Deutschlands
Leipzig (AP) Als vorgezogenes Weihnachtsgeschenk hat Startenor Jose Carreras dem Leipziger
Universitätsklinikum am Mittwoch einen neuen Leukämie-Behandlungstrakt übergeben. Die Deutsche
Jose-Carreras-Leukämie-Stiftung (DJCLS) unterstützte den 16 Millionen Mark teuren Neubau einer
Knochenmark-Transplantationseinheit mit einer Sechs-Millionen-Mark-Spende.
Der Sänger sagte zur Einweihung der nach ihm benannten Einrichtung: «Innerhalb von nur zwölf Monaten ist hier aus einer Vision Realität
geworden.» Er äußerte zudem die Erwartung, dass «ein hochmotiviertes Team weitere Fortschritte im Kampf gegen die Leukämie erzielen»
werde. Bewegt nahm er zudem einen Spendenscheck entgegen: 10.000 Mark sammelten die Mitarbeiter des Universitätsklinikums Leipzig,
um sich auch persönlich für die empfangene Hilfe zu revanchieren.
Das Universitätsklinikum Leipzig verfügt damit über eine der modernsten Leukämiestationen Deutschlands. Die Kapazität wurde von acht auf
zwölf Betten erhöht. Hier können jedes Jahr bis zu 150 Stammzell-Transplantationen durchgeführt werden, gut doppelt so viel wie bisher.
Seit Carreras 1987 selbst an Leukämie erkrankte und erst nach einer langwierigen Behandlung und einer Knochenmarktransplantation die
Krankheit besiegen konnte, setzt er sich für die Bekämpfung der Leukämie ein. Die DJCLS wurde vor fünf Jahren ins Leben gerufen.
Alljährlich veranstaltet sie eine Benefizgala mit nationalen und internationalen Künstlern, bei denen bisher über 50 Millionen Mark an
Spendengeldern eingenommen werden konnten. Die diesjährige Jose-Carreras-Gala wird am Freitag, 22. Dezember von der ARD um 20.15
Uhr live aus Leipzig übertragen.
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