Wenn ein Startenor "Alma de Espana" schmettert, liegt ihm das Publikum
weltweit zu Füßen. So auch bei dem großen Benefiz-Galaabend, für den José
Carreras die Mailänder Scala oder die Metropolitan Opera verließ, um in der
Kössener Grenzlandhalle ein Konzert zu geben. Der Maestro sang für einen
guten Zweck, der ihm persönlich sehr am Herzen liegt: "Sämtliche Einnahmen
durch den Kartenverkauf wurden der José Carreras Leukämie-Stiftung
gespendet", schildern die beiden Konzert-Organisatoren, Waltraud Blösl und
Johann Himberger, die einen Scheck über immerhin 100.000 Euro überreichen
konnten - wofür der Maestro zum Dank kurz eine Arie anstimmte. Ebenfalls
gagenlos auf der Bühne: das Ensemble Wien und Pianist Lorenzo Bavaj.
Doch auch das Rundherum benötigte eine entsprechende Organisation: So
stellte Fritz Unterberger einen brandneuen BMW mit Chauffeur zur Verfügung,
im Hotel Sonneck der Familie Thaler fand der international gefeierte
Opernstar drei Tage lang ein nobles Quartier. ÖSV-Präsident Peter
Schröcksnadel stellte sich ebenfalls in den Dienst der guten Sache und ließ
die Konzertprogramme drucken. "Einfach einzigartig", schwärmten die
Konzertbesucher, darunter die lokale Polit-Prominenz (Josef Grander, Stefan
Mühlberger, Hans Ager, Paul Sieberer), die natürlich auf den teuersten
Plätzen saß.
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